Standorte

MATI arbeitet im Norden Bangladeschs in zwei Distrikten, Mymensingh, Sherpur und Tangail nahe der indischen Grenze. MAP

Unser Hauptbüro in Mymensingh-Sankipara

Mymensingh ist die Distrikthauptstadt des gleichnamigen Distrikts, und eins der großen städtischen Zentren im thumb_standorte_hindustatueNorden des Landes. Mymensingh hat ca. 400.000 Einwohner und liegt 120 km schnurgerade nördlich der Hauptstadt Dhaka an einem Seitenarm des Brahmaputra, und wird die Stadt der Rickshawfahrer genannt. Die Stadt ist ein altes Zentrum der Hindu-Kultur.

Das Mati-Büro liegt im ruhigen Stadtteil Sankipara. Das Geburtshaus von Mati-Gründer Lenen Rahaman wurde 2003 zum Büro- und Trainingskomplex erweitert und umgebaut, und beherbergt zudem eine kleine Gemeinschaft von Mati-Mitarbeitern und Freiwilligen. Hier schlägt das administrative Herz unserer Organisation. Hier werden die Projekte geplant und koordiniert, Berichte geschrieben und Abrechnungen erstellt. Da wir hier den Luxus der Elektrizität geniessen, (unterbrochen vom ein oder anderen Stromausfall) verbindet uns dieser Ort per Internet mit der weiten Welt, und unseren Partnern in Europa.

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Desweiteren ist dem Büro eine Feldstation angegliedert, so dass wir uns von hier aus mit den speziellen Problemen der städtischen Armen beschäftigen und mit den Bewohnern verschiedener Slum-Communities zusammen arbeiten.thumb_standorte2 thumb_standorte04

Unsere Feldstation Huzurikanda – Chandrokona Union – Sherpur Distrikt

Hier liegen die Ursprünge Matis. Im kleinen und völlig unbedeutenden Dorf Huzurikanda hat Lenen Rahaman thumb_unterkunft_huzurikanda1997 die Arbeit von Mati begonnen, gemeinsam mit zwei Gesundheitsberaterinnen. Das erste bescheidene kleine Büro-Gebäude wurde 1998 gebaut. 1999 öffnete die erste Klasse der Mati-Schule ihre Türen für die Kinder extrem armer Eltern.

Die Region um Huzurikanda, wo Mati mittlerweile in 40 Dörfern arbeitet ist abgelegen, strukturell unterentwickelt, sehr dicht bevölkert und als Resultat dieser drei Faktoren sehr arm. Viele Straßen sind noch unbefestigt, viele Haushalte ohne Elektrizität.thumb_standorte_huzurikanda2

80% der Menschen sind landlose Tagelöhner oder Kleinbauern. Die Analphabetenrate unter der Erwachsenengeneration liegt bei 70%. Viele Menschen hungern, sind mangelernährt. Der Mangel and Bildung macht sich im Fortbestand sehr konservativer Werte und großer Abergläubigkeit bemerkbar.

In Huzurikanda unterhält Mati ein Büro mit Trainings-und Ausbildungszentrum, eine Grundschule für knapp 300

Das Büro in Huzurikanda 2006

Das Büro in Huzurikanda 2006

...und damals in 1998

…und damals in 1998

SchülerInnen und ein Gästehaus.

Unsere Feldstation in Borobilerpar

Borobilerpar ist eine von drei Außenstationen im Einzugsbereich Mymensingh. Hier arbeitet Mati seit 2002, aber erst seit 2007 mit eigenem Büro. Das Dorf liegt in ca. 5km Entfernung zum Stadtrand Mymensinghs und 12 km vom Hauptbüro entfernt. Neben Büroräumen mit Trainingsmöglichkeiten entsteht dort auch gerade ein Schreinerei-Ausbildungszentrum, das Mitte 2011 in Betrieb geht. Dann wird es dort auch ein kleines Gästehaus geben.

Unsere Feldstation in Azmotpur

In Azmotpur begann unsere Arbeit 2006. Die Dorfleute hatten von Mati gehört und uns wiederholt eingeladen, in der Hoffnung, auch sie könnten von Matis Arbeit profitieren. Bei unserem ersten Besuch bot sich uns ein Bild, das viel Arbeit versprach: das Dorf liegt kilometerweit von einer festen Straße entfernt. Kein Haushalt hatte eine Wasserpumpe, nur der Bürgermeister eine Toilette. Die nächste Schule: weit weg. Die meisten Familien waren extrem arm. Die Kinder zeigten die typischen Merkmale der Mangelernährung und des Wurmbefalls: Blähbäuche, wohin man auch blickte.

Da lag es auf der Hand, die Arbeit mit einer Entwurmungskur zu beginnen. Die Frauen waren sehr motiviert und begannen sich in Frauengruppen zu organisieren und ein gemeinschaftlicher Spar-Topf wurde etabliert. Daraus vergaben sich die Frauen gegenseitig die ersten kleinen Darlehen. Hütten wurden repariert, Nutztiere gekauft, Toiletten installiert. Ebenso Gemeinschaftswasserpumpen.

Seit einiger Zeit mieten wir ein kleines Büro vor Ort, aber immer noch fahren täglich Mati Mitarbeiter mit dem Fahrrad die 15 km raus ins Projektgebiet, wo die Frauen schon auf sie warten…

wasserpumpeninstallation