Was wir tun

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Wir glauben, dass unsere Erfolge auf der Tatsache beruhen, dass wir mit den Menschen arbeiten – nicht für die Menschen. MATI ist nicht nur ein Projekt, es ist eine Gemeinschaft.”

thumb_wasswirtun_staffDie Zielgruppe von MATI sind in erster Linie Frauen und ihre Kinder in schwierigen Lebenssituationen. All diese Frauen leben unter der Armutsgrenze, was bedeutet, dass sie oft von viel weniger als den von den UN festgelegten 1,25 US$ (Kaufkraftparität!) am Tag leben. Zusätzlich haben sie oft noch viele Kinder zu versorgen. Sie werden Mitglied bei MATI, da sie den Wunsch haben, aktiv etwas an ihrer Situation zu ändern. Viele “unserer” Frauen befinden sich noch in einer besonderen Notlage; sie sind Witwen ohne männlichen Schutz und ohne den traditionellen Geldverdiener, oder als geschiedene bzw. verlassene Frauen. Diese Frauen haben neben den finanziellen Problemen noch mit der sozialen Stigmatisierung zu kämpfen. Sie stehen am Rande der Gesellschaft. Für uns stehen sie im Mittelpunkt.

Tatsächlich haben uns Besuche und Datenerhebungen bei Familien in unseren Projektregionen gezeigt, dass ca. 40% unserer Mitglieder ihren Lebensunterhalt mit weniger als 25 Taka (0,25 EUR) pro Kopf und Tag bestreiten müssen. Selbst in einem Land mit schwacher Währung wie Bangladesh ist es schwer, damit zu überleben: ein Kilo vom billigsten Reis (das Hauptnahrungsmittel) kostet 30 Taka, ein Kilo des billigsten jahreszeitlichen Gemüses 10 Taka, ein halber Liter Milch 25 Taka…

thumb_waswirtun_projektbesprechungWir konzentrieren uns auf Frauen, da uns unsere Erfahrungen gezeigt haben, dass Frauen generell ein größeres Verantwortungsgefühl für das Wohl der ganzen Familie haben. Wenn also Frauen von unserem Programm profitieren, sichert das meist die Unterstützung einer ganzen Familie. Frauen sind oft die schwächsten Glieder der Gesellschaft , und je ärmer sie sind, desto schwächer sind sie auch. Arme Frauen sind immer die ersten Opfer von Vernachlässigung, Gewalt, Hunger, Krankheit und einem Mangel an Bildung. Sehr oft sind sie völlig unwissend, was ihre grundlegendsten Rechte betrifft und darum häufig die Leidtragenden von grober Gewalt und Missbrauch. Um den Status der Frauen zu stärken machen wir Frauen zum Rückgrat unserer Organisation – durch ihre Beteiligung in den MATI Frauengruppen. Für all unsere Programme sind sie die rechtmäßigen Empfängerinnen, was ihren gesellschaftlichen Status in der Familie genauso wie in der Gemeinschaft erheblich erhöht. Das bedeutet nicht, dass die Männer nicht an unseren Programmen teilnehmen können, aber um zu profitieren, müssen sie ihre Teilnahme durch die Frauen in ihren Familien verhandeln. Damit wird indirekt eine größere Gleichberechtigung erzielt und die Frau an Entscheidungsprozessen beteiligt.

thumb_waswirtunstafftrainingDie grundlegenden Probleme der Menschen in unseren Projektgebieten sind mannigfaltig: Krankheiten durch mangelnde Hygienekenntnisse und fehlende Behandlungsmöglichkeiten, chronischer Hunger durch Landlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Unterbezahlung. Begrenzte Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, fehlende finanzielle Mittel zur Existenzsicherung, keinerlei Rücklagen für Krisensituationen und Naturkatastrophen. Um diese Probleme anzupacken, hat Mati mit den Frauen diverse Programme und Projekte entwickelt und umgesetzt.

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